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Burg Frankenstein

Die Burg Frankenstein, der Namensgeber unserer Grundschule, befindet sich auf dem nördlichen Höhenrücken des Langenbergs vor den Toren Darmstadts. Eine Urkunde - über die Verleihung von Liegenschaften an der Bergstraße - aus dem Jahr 1252 gilt als ein früher Nachweis über die Existenz der Burg Frankenstein.

Das Gelände auf dem Gipfel ließ eine kleinere Kernburg mit einem Mauerring und einem Innenhof entstehen. Der davorliegende Raum wurde erst später für eine Vorburg genutzt. An der Stelle eines Bergfrieds war ein Brunnen angelegt. Die in der Burgbastion um 1670 gepflanzte Linde hatte ein mächtiges Aussehen, die heutige Linde wurde vor etwa 60 Jahren gepflanzt, 700 Jahre nach der urkundlichen Erwähnung.

Gelangt man heute in die Burganlage, gelangt man durch das "Bohlentor" in den Vorhof der Burg. Hier befanden sich ehemals ein Wohnhaus, Speicher und Ställe; daneben gab es noch einen Gewürzgarten, einen Apfelhof und weitere Keller, die die Selbstversorgung der Burg sicherten. Die 1450 errichtete Kapelle wurde 1850 durch den Großherzog Ludwig III. wieder hergerichtet. Für die Innendekoration in den Seitenwände wurden alte Grabdenkmäler der Frankensteiner Ritter verwendet. Durch den wuchtigen Brückenturm mit dem Frankensteiner Wappen gelangt man in den Burghof mit Palas, Kemenate und Küchenbau.

Von den Zugbrücke sind nur noch Reste vorhanden. Überragt wird der Burghof von dem hohen Wohnturm mit seinem 1893 aufgesetzten steilen Helmdach. In einer Mauerinschrift im südöstlichen Wohnturm aus dem Jahr 1528 wird die besondere Treue der Frankensteiner bekundet. Der im Süden errichtete Pulverturm ist eines der spätesten Bauwerke der Burg als äußerstes Vorwerk.